Quantenschach: Aufenthaltswahrscheinlichkeiten, Katzen und Tunneleffekte

QuantumchessEin Ausschnitt aus Anna Rudolfs Video bei Chess24 – die Füllstände in den Figuren geben die Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Figuren auf den entsprechenden Feldern wieder.

Sonntag Abend im Restaurant Finale nach dem letzten Spieltag der Frauenbundesliga machte mich Sopiko Guramishvili auf einen Artikel bei Chess 24 aufmerksam, der sich mit dem sogenannten Quantenschach beschäftigt. Für einen schachspielenden Physiker gehört das sicher zum Pflichtprogramm.

Der Artikel enthält einige hochinteressante Videos: zum einen das Video mit Schauspieler Paul Rudd und dem berühmten Physiker Stephen Hawking mit Keanu Reeves als Sprecher im Hintergrund, das zur Unterstützung eines Projekts, Geld für die Entwicklung des Spiels aufzutreiben, gedreht wurde. Ein Ziel des Projekts ist, auf spielerische Art Interesse für Konzepte der modernen Physik zu vermitteln.Figuren haben Aufenthaltswahrscheinlichkeiten, können durch andere Figuren durchtunneln, sich mit anderen Figuren verschränken. Auch das Konzept von Schrödingers Katze spielt eine Rolle.

Zum anderen das Video, bei dem es Chess24-Miss-Strategy IM Anna Rudolf (Sopikos Counterpart bei Chess24′ Miss Strategy and Miss Tactics, eigentlich muss es seit Sopikos Hochzeit Mrs. Tactics heißen) mit dem Erfinder des Spiels, dem Studenten Chris Cantwell von der University of Southern California, aufnimmt. Gleich die erste Partie verliert sie schnell, da der Ld2, der den König vor einem Damenschach auf a5 schützt, in Wirklichkeit nicht auf d2 stand. Daher war der König „tot“. Der Läufer hatte nur eine gewisse (in diesem Fall recht geringe) Wahrscheinlichkeit, dort zu stehen. Hätte er da aber wirklich auf d2 gestanden, wäre im nächsten Zug die schwarze Dame weg gewesen. Alles klar? Wenn ja: sehr überraschend, wenn nein: unter diesem Link bei Chess24 gibt es alle Informationen.

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