Vizemeister fordert Meister: Saisonhöhepunkt in der Frauenbundesliga

1501_BL_FBIm Vorjahr gab es gegen Baden Baden nach spannendem Verlauf eine 2-4 Niederlage.

Am kommenden Wochenende treten die Schwäbisch Haller Damen in der Schachbundesliga gleich dreimal zu Hause an. Hierbei will man insbesondere die in der Höhe unglückliche Niederlage aus der 2. Runde gegen Rodewisch vergessen machen und in der Tabelle einen gehörigen Sprung nach vorne machen.

Am Freitag geht es ab 16:00 Uhr in den Haller Stadtwerken zunächst in einem vorgezogenen Spiel der 5 Runde gegen Deizisau. Im Vorjahr gab es gegen den neuen Reisepartner ein klares 6:0, ein so hoher Sieg ist diesmal allerdings nicht zu erwarten, da sich Deizisau gegenüber der Vorsaison unter anderem mit der Frau des ehemaligen deutschen Spitzenspielers Arkadij Naiditsch (seit kurzem startet er für Aserbaidschan) Yuliya verstärkt hat. Mit Natalie Straub geht seit dieser Saison eine weitere Inhaberin des Frauengroßmeistertitels für Deizisau ans Brett. Mit dieser Besetzung ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld der Liga zu erwarten. Trotzdem gehen die Hallerinnen als Favoriten in die Begegnung.

Nino_Baden-BadenKapitän  Mario Meinel spricht Nino Batsiashvili Mut vor ihrer Partie gegen die Weltklassespielerin Anna Muzychuk zu, es hat geholfen, auch wenn Nino skeptisch schaut: sie erreichte mit den schwarzen Steinen ein souveränes Remis.

Am Samstag folgt dann ab 14:00 Uhr der absolute Saisonhöhepunkt. Es geht gegen den deutschen Meister Baden Baden, der mit Mariya Muzychuk aus der Ukraine die aktuelle Weltmeisterin sowie mit der in Schachkreisen noch bekannteren Russin Alexandra Kosteniuk und der Bulgarin Antonaeta Stefanova zwei ehemalige Weltmeisterinnen im Aufgebot hat. Der hochkarätige Kader wird durch weitere absolute Topspielerinnen ergänzt wie Viktorija Cmilyte aus Litauen und Mariyas ältere Schwester, der Weltranglistensiebten Anna Muzychuk. Damit spielen für Baden Baden fünf der besten 11 Spielerinnen der Welt.

Iva_Baden-BadenIva Videnova (links) schaffte im Vorjahr den einzigen Sieg gegen Baden Baden gegen Ekaterina Kovalevskaya

Ob nun alle Topspielerinnen in Schwäbisch Hall zum Duell Meister gegen Vizemeister an den Start gehen, ist nicht bekannt. Es ist aber zu erwarten, dass eine starke Baden Badener Mannschaft aufläuft, da man nach einem 3-3 in der 2. Runde gegen Hamburg schon unter Zugzwang steht – ein weiterer Hauptkonkurrent um die deutsche Meisterschaft Bad Königshofen hat beide Auftaktrunden glatt gewonnen.
Schließlich steht am Sonntag ab 9:00 Uhr die Begegnung mit Aufsteiger Karlsruhe auf dem Programm, dort ist man klar favorisiert. An das letzte Aufeinandertreffen vor nicht einmal 2 Jahren erinnert man sich in Schwäbisch Hall gerne: gegen Karlsruhe wurde damals am letzten Spieltag durch ein 3-3 Unentschieden der Bundesligaaufstieg gesichert.
In jeden Fall wird eine stärkere Haller Mannschaft als zum Saisonauftakt in Chemnitz an die Bretter gehen, auch wenn die genaue Aufstellung aus turniertaktischen Gründen wie üblich bis zuletzt geheim gehalten wird, um den Gegnerinnen die Eröffnungsvorbereitung möglichst schwer zu machen. Die Haller Damen um das Betreuerteam Gregor Krenedics, Thomas Marschner und Mario Meinel wollen versuchen, gegen den deutschen Meister aus Baden Baden eine Überraschung zu schaffen. In der Vorsaison gab es nach hartem Kampf eine 2-4 Niederlage, die am Ende die deutsche Meisterschaft für Baden Baden entschied. Spielerinnen und Betreuer freuen sich bei freiem Eintritt auf zahlreiche Zuschauer, eine Liveübertragung der Partien ist auch geplant, abzurufen auf der Webseite des SK Schwäbisch Hall oder auch verlinkt auf dieser Seite.
Auch der Schachticker hat schon einen ausführlichen Vorbericht auf den kommenden Spieltag veröffentlicht.

Hier die Wegbeschreibung zu den Stadtwerken:
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